In der polnischen Hafenstadt Danzig, konkret auf der Flussinsel Ołowianka (dt.: „Bleihofinsel“) östlich des Stadtzentrums, hat das neue AmberSky-Riesenrad seinen Betrieb aufgenommen. Die 60 Meter hohe Touristenattraktion ersetzt die im letzten Sommer zurückgebaute, 50 Meter hohe Vorgängerversion, die nach Texas in die USA verkauft wurde. In 30 Gondeln können nun jeweils bis zu zwölf Personen wieder Panorama-Aussichten auf die Stadt Danzig genießen, wobei das Erlebnis grundlegend modernisiert wurde.
Die einzelnen Kabinen sind klimatisiert und verfügen über einen Bildschirm, um die Fahrgäste über die umliegenden Sehenswürdigkeiten und die Geschichte Danzigs zu informieren. Ein ergänzender Audioguide ist in mehreren Sprachen verfügbar. Die Fahrgeschwindigkeit des vom niederländischen Hersteller Dutch Wheels umgesetzten neuen Riesenrads erreicht bis zu 1,8 m/s, sodass die Passagiere die Aussichten in Ruhe genießen und Fotos machen können. Rund um die Attraktion herum sind überdachte Wartebereiche entstanden, zudem wurde das Ticketing digitalisiert.
Jahrelang stand das Riesenrad im Berliner Plänterwald still – nach aufwändiger Sanierung ist es nun wieder aufgebaut worden. Es ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung eines neuen Spreeparks – der aber anders werden soll.
Das Wahrzeichen des Spreeparks im Berliner Plänterwald steht wieder: Das 45 Meter hohe Riesenrad hat nach seiner Generalüberholung seinen Platz in der Mitte des Parks zurückerobert, teilte die landeseigene Grün Berlin GmbH am Donnerstag mit. Zur Wiedereröffnung des Spreeparks im Frühjahr 2027 sollen Besucherinnen und Besucher erstmals mit dem neuen Riesenrad fahren können.
In den vergangenen Wochen setzten Fachleute die Stahlkonstruktion in Treptow-Köpenick Stück für Stück zusammen. In den kommenden Monaten folgen der Einbau von Antriebs- und Steuerungstechnik sowie die Montage der 40 Gondeln.
Teile in Polen saniert
Rund 8,76 Millionen Euro investierte Grün Berlin in Sanierung, Umbau, Technik, Umfeld und ein neues Wasserbecken.
Der 220 Tonnen schwere Koloss aus dem Jahr 1989 wurde Anfang 2021 demontiert und im Park zwischengelagert. Im Sommer 2024 transportierte Grün Berlin rund 300 Stahlteile nach Polen, wo Spezialisten sie sanierten. Gleichzeitig entstanden neue Komponenten – etwa eine neue Achse und eine moderne Steuerung. Seit Anfang September 2025 kehren die Bauteile nach und nach in den Park zurück.
Erstes Riesenrad stand 20 Jahre
Etwa 300 originale Stahlteile mit einem Gesamtgewicht von 90 Tonnen fanden wieder Verwendung. Neu sind die Gondeln und die Farbgestaltung. Ihre runde Form erinnert an das erste Riesenrad im Plänterwald, das von 1969 bis 1989 Besucherinnen und Besucher anzog.
Zum 40. Geburtstag der DDR nahm der Park im Oktober 1989 das „größte Riesenrad Europas“ in Betrieb. Viele Berlinerinnen und Berliner verbinden noch heute Kindheitserinnerungen und Familienausflüge mit dem Ort. 1991 privatisierten die neuen Betreiber den Park und investierten in neue Attraktionen, wirtschaftlich erfolgreich war das Projekt jedoch nicht. Besucherzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, ausstehende Zahlungen und wachsende Schulden setzten dem Betrieb zu. 2001 folgte die Insolvenz des Parks – damit hörte auch das Riesenrad auf, sich zu drehen. Nach der Schließung fehlten die Mittel und oft auch die Zuständigkeiten, um das Riesenrad und andere Anlagen zu warten. Das Gelände war zunehmend sich selbst überlassen. Vandalismus, Wetter und Korrosion beschädigten die Stahlkonstruktion über Jahre hinweg.
Seit der Übernahme des Geländes durch die landeseigene Berlin Grün GmbH im Jahr 2017 verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Spreepark neu zu beleben. Das sanierte Riesenrad soll dabei das Herzstück und weithin sichtbare Symbol des neuen Freizeitparks bilden.
Bürgerbeteiligungsverfahren für neuen Spreepark
Dieser soll in Zukunft ein öffentlicher Kunst-, Kultur- und Naturpark werden, der sich deutlich vom ehemaligen Vergnügungspark unterscheidet. Die neuen Pläne sollen auf Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und die Verbindung von Erbe und Innovation setzen: Alte Fahrgeschäfte und Architektur sollen dabei integriert werden, anstatt alles zu entfernen. Ziel sei es, Relikte des Vergnügungsparks sichtbar zu halten, heißt es. Daneben entstehen Flächen für Kunstprojekte, kulturelle Formate und Umweltbildung. Für das neue Konzept gab es ein offenes Bürgerbeteilungsverfahren. Nach Angaben von Grün Berlin sind mehr als 2.000 Ideen daraus in das Konzept eingeflossen.
Kritiker der Pläne bemängeln, dass das klassische Freizeitpark-Erlebnis verloren geht und Fahrgeschäfte sowie Adrenalinkicks kaum noch vorgesehen sind. Es gibt auch die Befürchtung, dass Kunst- und Kulturangebote sowie Workshops zwar einen neuen, wertvollen Rahmen schaffen, aber weniger Familien und Touristen anziehen könnten als ein traditioneller, vom Land Berlin subventionierter Freizeitpark.
Eines der vielen neuen Fahrgeschäfte von COTALAND wird gerade hergestellt. Dieses brandneue Riesenrad von Levent Lunapark wird bald eintreffen und den Besuchern einen Panoramablick auf den neuen Park und den Circuit of The Americas bieten.
Nach mehreren Jahren dreht sich das kultige Riesenrad im Einkaufszentrum Palisades Center in West Nyack, New York, offiziell wieder. Am 18. Januar 2025 feierte das Rad seine große Wiedereröffnung, die „Wheel-ebration“. Unter dem Namen Eleanor & Emily’s Wonder Wheel kehrt die Attraktion nach einem Wechsel des Betreibers zur Spinoso Real Estate Group zurück.
Auf dem Highfield-Festival bei Leipzig hat es am Samstagabend auf einem Riesenrad gebrannt. Das Feuer brach unter dem Fahrgeschäft aus. Es gibt viele Verletzte.
Ausgelassen feiern Tausende Menschen beim Highfield-Festival bei Leipzig. Doch gegen 21 Uhr gerät das Riesenrad in Brand und plötzlich stehen zwei Gondeln lichterloh in Flammen.
Das Feuer ist nach Angaben des Betreibers beim Fahrgastwechsel ausgebrochen.
„Meine Mitarbeiter sagten mir, dass keine Menschen in der Gondel saßen, als das Feuer ausbrach.“ sagte Sebastian Hannstein, der Betreiber des Riesenrads.
Er sei schockiert und fassungslos. „Seit Generationen betreibt meine Familie Riesenräder. So etwas ist noch nie passiert“, betonte er.
Mehr als 60 Verletzte
Eine Katastrophe bleibt aus, weil die Menschen im Riesenrad rechtzeitig das Fahrgeschäft verlassen können. Aber es gibt zahlreiche Verletzte. 16 Menschen müssen laut Angaben der Polizei aber in Krankenhäusern behandelt werden, darunter vier mit Brandverletzungen und eine Person mit einer Sturzverletzung.
Einige Verletzte, darunter Ersthelfer und mindestens vier Polizeibeamte, sollten dabei auf eine mögliche Rauchgasvergiftung untersucht werden. Insgesamt sind es 65 Menschen, die bei dem Vorfall ärztlich versorgt werden mussten. Die gute Nachricht: Keiner wird lebensgefährlich verletzt.
Feuer unter dem Riesenrad ausgebrochen
Seine Mitarbeiter hätten geistesgegenwärtig reagiert, als sie die Flammen sahen, erläuterte Hannstein. „Sie haben das Riesenrad beschleunigt und so die Evakuierung der anderen Gondeln beschleunigt.“ Wie viele Menschen beim Ausbruch des Feuers in den anderen Gondeln saßen, konnte der Betreiber nicht sagen.
Einer ersten Einschätzung der Ermittler zufolge brach das Feuer unter dem Riesenrad aus. Dort geriet Material „auf bisher nicht bekannte Art und Weise“ in Brand und griff dann auf eine Gondel über.
Zwei Gondeln komplett ausgebrannt
Zunächst geriet eine der Gondeln in Brand, dann griff das Feuer auf die zweite über. Beide Gondeln seien komplett ausgebrannt, schilderte ein dpa-Reporter vor Ort.
Festivalbesucher Guido aus Köln berichtete, das Riesenrad sei plötzlich schneller gefahren. Die brennenden Gondeln hätten dann ganz oben gestanden, schildert der 58-Jährige.
Nach und nach seien dann die Menschen vom Riesenrad geholt worden, berichten Anwesende. Ein Feuerwehrsprecher sagte etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Feuers der dpa, die Lage sei inzwischen unter Kontrolle.
Nach Angaben des Betreibers ist das Riesenrad 38 Meter hoch und hat 24 Gondeln. „Das Fahrgerät ist sieben Jahre alt. Das ist kein Alter für ein Riesenrad. Ich habe eines das ist 30 Jahre alt.“
Highfield-Festival zunächst unterbrochen
Das Festival am Störmthaler See, ein großes Rock- und Popfestival mit rund 30.000 Besuchern, wurde zunächst unterbrochen. Etwa eine Stunde nach dem Ausbruch des Feuers gab es gegen 22 Uhr dann auf der Bühne eine Durchsage an die Besucher, dass es den Betroffenen gut gehe.
In der Durchsage hieß es auch, das Festival solle um 22:30 Uhr mit einem Auftritt von Cro fortgesetzt werden. Gegen 23 Uhr ging das Programm dann tatsächlich weiter.
Bedrückte Stimmung auf Festival nach Brand
Ricky, der aus dem Harz zum Festival anreiste, zeigte sich nach dem Brand zunächst unschlüssig, ob die Konzerte weitergehen sollten. Der 27-Jährige sprach von einer gedrückten Stimmung. Er lobte jedoch die Veranstalter für ihr Vorgehen: „Es gab klare Ansagen und wir wussten, was passiert ist.“ Auch Bastian aus Leipzig schilderte, die Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen.
Die 40-jährige Stephanie aus dem sächsischen Werdau war besonders geschockt. Sie war nach eigenen Angaben nur wenige Minuten, bevor der Brand ausbrach, noch selbst auf dem Riesenrad. „Wir haben irgendwie Plastik gerochen und dachten, das kommt vom Zeltplatz“, schilderte sie. Als sie dann die Flammen an den Gondeln sah, konnte sie es kaum glauben.
Das Riesenrad „Bellevue“ wird in diesem Jahr nicht auf der Cranger Kirmes stehen. Schausteller Oscar Bruch jun. sagte für das größte Volksfest in NRW (1. bis 11. August 2024) kurzfristig ab. „Oscar Bruch hat seine Bewerbung aus persönlichen Gründen zurückgezogen“, bedauert Platzmeister Tibo Zywietz. Auch die aktuelle Personalsituation habe bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt.
Nach den Richtlinien für die Platzvergabe auf der Cranger Kirmes wurde der frei gewordene Standplatz an das „Jupiter Riesenrad“ der Bonner Schausteller Barth & Kipp vergeben. „Attraktivität und natürlich die Verfügbarkeit des Fahrgeschäftes spielten dabei die entscheidende Rolle“, erklärt Tibo Zywietz die schnelle Entscheidung, deren Grundlage die Priorisierung der Vergabekommission im Vorfeld der Cranger Kirmes 2024 gewesen ist. „Wir freuen uns sehr, dass Rudolf Barth so schnell reagiert hat.“ Die ersten Transporter werden bereits am Donnerstag, 25. Juli, in Crange erwartet.
Etwa 50 Meter hoch und mit 36 Gondeln
Das „Jupiter Riesenrad“ steht nach seiner erfolgreichen Premiere im Jahr 2022 zum zweiten Mal auf dem Volksfest am Rhein-Herne-Kanal. Es hat eine Höhe von rund 50 Metern und dreht sich mit 36 geschlossenen Gondeln, die für je acht Fahrgäste ausgelegt sind. Damit kann es sich mit dem „Bellevue“ messen, das eine Höhe von ca. 55 Metern hat und 42 Gondeln, in denen je sechs Fahrgäste einen Platz finden. Zum „Jupiter“ gehört nach Angaben des Besitzers auch eine rollstuhlgerechte Gondel. Die schmuckvollen Verzierungen des römischen Themas und die Beleuchtung machen das „Jupiter Riesenrad“ zu einem schon von Weitem sichtbaren Blickfang auf dem Cranger Kirmesplatz. Ein Audioguide in den Gondeln liefert auf Wunsch Informationen rund um das Fahrgeschäft und über das, was bei der Fahrt aus den Gondeln heraus zu sehen ist.
Die im „Bellevue“ während der Kirmestage geplanten Trauungen am 6. und 8. August (jeweils maximal drei) finden natürlich statt – dann in den Gondeln des „Jupiter Riesenrades“.
Kommt zur Cranger Kirmes 2024: das „Jupiter Riesenrad“ von Barth & Kipp (li.) mit seinen schmuckvoll verzierten Gondeln
Quellen
Pressemitteilung Cranger Kirmes
Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 25.07.2024, 11:46 Uhr auf freizeitparkcheck.de
Kurzschluss lässt Flammen aus Riesenrad schießen. Es knistert und blitzt, dann schießen Flammen aus einer Freizeitpark-Attraktion im chinesischen Zhaoqing. Ein defektes Leuchtkabel soll den Unfall ausgelöst haben. Ein Video zeigt den Moment, bei dem es zum Glück keine Verletzten gegeben hat.