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KMG Rides: Insolvenz

Die Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. aus Neede wurde am 2. Juni 2026 vom Gericht in Gelderland für zahlungsunfähig erklärt. Was das für Betreiber bedeutet – und was noch völlig offen ist.

Es ist eine Meldung, die in der Branche nachhallt: Eine mit KMG Rides verbundene Gesellschaft ist insolvent. Das zuständige niederländische Gericht erklärte die internationale Unternehmenseinheit – firmierend als Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. – am 2. Juni 2026 offiziell für insolvent. Die Entscheidung wurde am 3. Juni im niederländischen Insolvenzregister veröffentlicht. Als Insolvenzverwalter wurde Y. Cenik bestellt.

Die Nachricht sorgt in der Schaustellerbranche für Aufmerksamkeit, denn die insolvente Gesellschaft trat auch unter dem Namen K.M.G. International auf. KMG Rides aus Neede zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Herstellern transportabler Fahrgeschäfte. Modelle wie Afterburner, Freak Out, Speed, XXL, Move-It und Inversion prägen Kirmesplätze weit über die Niederlande hinaus.

Wichtig ist die Einordnung: Nach aktuellem Stand betrifft das Insolvenzverfahren die Gesellschaft Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. Ein Detail aus dem niederländischen Insolvenzregister ist dabei aufschlussreich: Als primärer Geschäftsbereich dieser Gesellschaft sind dort Finanzdienstleistungen eingetragen – nicht Fahrgeschäftebau. Das deutet darauf hin, dass es sich bei der insolventen Einheit zumindest auch um eine Holding- oder Finanzierungsgesellschaft der Gruppe handeln könnte, nicht zwingend um den eigentlichen Produktionsbetrieb. Abschließend klären lässt sich diese Struktur derzeit jedoch nicht.

Das könnte erklären, warum weitere am Standort Neede registrierte Gesellschaften aus dem Umfeld von KMG – darunter Kroon Machinebouw Groep B.V., Kermis- en Machinebouw Gaasendam Europe B.V. sowie Cobra-Gesellschaften – nach den bislang vorliegenden Informationen nicht Gegenstand dieses Insolvenzverfahrens sind. Ob und wie die einzelnen Gesellschaften wirtschaftlich verflochten sind, lässt sich jedoch erst beurteilen, wenn der Insolvenzverwalter weitere Angaben macht.

Über die Ursachen des Verfahrens liegen derzeit keine gesicherten Informationen vor. Im Insolvenzregister sind bislang noch keine Berichte des Verwalters veröffentlicht. Damit bleibt offen, ob laufende Projekte betroffen sind, ob Vermögenswerte verkauft werden, ob es eine Fortführungslösung gibt oder welche Rolle die übrigen Gesellschaften künftig übernehmen.

Für Betreiber von KMG-Anlagen stellen sich nun vor allem drei Fragen: Was geschieht mit laufenden Liefer- oder Serviceaufträgen? Wie wird die Ersatzteilversorgung organisiert? Und wer ist künftig Ansprechpartner für technische Unterstützung, Umbauten oder Dokumentation? Klare Antworten darauf dürfte erst der erste Bericht des Insolvenzverwalters liefern.

Für bestehende Anlagen bedeutet die Insolvenz nicht automatisch eine Stilllegung. Maßgeblich bleiben weiterhin die jeweiligen Betriebsgenehmigungen, Prüfungen, Wartungsnachweise und technischen Vorgaben. Offen ist allerdings, wie sich das Verfahren auf Herstellerunterstützung, Ersatzteile und laufende Neuprojekte auswirkt.

KMG Rides präsentierte sich noch kurz zuvor als aktiver Hersteller mit laufenden Projekten und weltweiten Auslieferungen. Umso größer ist die Aufmerksamkeit, mit der die Branche nun auf die nächsten Schritte des Insolvenzverwalters blickt.

Ohio wirft seinen Schatten

In Branchenkreisen wird als möglicher Hintergrund der Insolvenz auch auf ein langjähriges Gerichtsverfahren in den USA verwiesen. Am 26. Juli 2017 brach auf der Ohio State Fair während des Betriebs ein Arm der „Fire Ball“, einer in den USA betriebenen KMG-Anlage aus der Afterburner-Familie. Der 18-jährige Tyler Jarrell starb, sieben weitere Menschen wurden verletzt, teils schwer.

In dem Verfahren gegen KMG berichteten US-Medien unter Berufung auf die Klägerseite, das Gericht habe festgestellt, dass der Hersteller bereits seit 2012 von einem Defekt gewusst, Betreiber jedoch nicht entsprechend informiert habe. Im Juli 2024 erging in New Jersey ein Urteil über insgesamt rund 78 Millionen Dollar zugunsten mehrerer Geschädigter sowie des Nachlasses von Tyler Jarrell.

Ob und in welchem Umfang dieses Urteil zur Insolvenz der Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. beigetragen hat, ist nicht bestätigt.

Wie existenziell solche US-Haftungsurteile für europäische Fahrgeschäftehersteller werden können, zeigt jedoch ein Blick auf einen ganz anderen Fall aus der Branche – kein KMG-Fahrgeschäft, ein anderer Hersteller, ein anderer Unfall: Der österreichische Hersteller Funtime wurde im Dezember 2024 von einem Gericht in Florida zu 310 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt, nachdem der 14-jährige Tyre Sampson 2022 am Orlando FreeFall zu Tode gestürzt war.

Funtime erschien nicht vor Gericht und bestreitet nach eigener Darstellung die Verantwortung sowie die rechtliche Tragfähigkeit des Urteils nach österreichischem Recht. Die Vollstreckung ist keineswegs automatisch: Da Funtime in Österreich sitzt, wollen die Anwälte der Familie das Urteil nach US-Medienberichten auch dort durchsetzen lassen. Zugleich verweisen US-Berichte darauf, dass mögliche geschäftliche Berührungspunkte mit dem US-Markt bei der Durchsetzung eine Rolle spielen könnten.

Der Vergleich zeigt: Ob ein US-Urteil einen europäischen Hersteller tatsächlich wirtschaftlich trifft, hängt wesentlich davon ab, ob und wie es vollstreckt werden kann und welche Angriffsfläche das Unternehmen in den USA bietet.

Was das im Fall KMG konkret bedeutet, wird erst der Insolvenzverwalter klären können.

KMG Rides: Insolvenz

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 05.06.2026, 11:05 Uhr auf freizeitparkcheck.de

KMG Rides: Phantom

KMG Rides hat für den Schausteller W. Ordelmann mit Phanton ein neues Highlight auf den Kirmesplätzen Europas gebaut… Die Attraktion ist 45 Meter hoch…

KMG Rides: Phantom

Alle Updates (1)

Update vom 26.02.2025 weitere Infos zu "Phantom"

Neue XXL Attraktion kommt 2025 auf die Kirmesplätze…

Der niederländische Betreiber Willy Ordelman hat eine neue Nervenkitzel Attraktion angekündigt. Es ist ein XXL von dem Hersteller KMG und wird den Namen „Phantom“ tragen. Aktuell wird diese neue Attraktion bei KMG gebaut.

„Phantom“ wird 45 Meter hoch, 18 Meter lang und 14 Meter breit sein. Es sollen auch Spezialeffekte in der Attraktion geben die es bisher so noch nie gab.

Die Premiere von „Phantom“ wird vom 23. Mai bis 1. Juni 2025 auf der Steinert-Kirmes in Lüdenscheid statt finden. Danach werden die Kirmesplätze in Deutschland und in den Niederlanden angefahren.

Quelle: Facebook Coaster Fans & News

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 19.12.2024, 20:21 Uhr auf freizeitparkcheck.de

KMG: Lunarix

Der niederländische Hersteller KMG Rides hat auf seinem offiziellem Facebook-Account eine neue Attraktion für das Jahr 2025 angekündigt: Lunarix

Macht euch bereit ins All zu wirbeln

Die neueste Entwicklung mit:

– 16 seperaten frei beweglichen Gondeln

– ein beeindruckendes LED-Paket

– Transport auf nur 1 Anhänger

– 24 Meter Höhe

– für den Aufbau ist kein Kran erforderlich

Die erste Lunarix wird im Jahr 2025 ihr Debüt geben, der Standort ist allerdings noch streng geheim

Alle Updates (2)

Update vom 16.06.2025 Aufbau und Tests

Die Tests für den weltweit ersten LUNARIX von KMG Rides in den Niederlanden sind abgeschlossen. Dieses aufregende Fahrgeschäft zeichnet sich durch eine atemberaubende Beleuchtung und unabhängig drehbare Sitze aus. Im weiteren Jahresverlauf wird es seinen Weg zu Golden Way Amusements in Australien finden…

Quelle: Facebook Coaster Chit Chat

Update vom 01.06.2025 erste Anlage

Der weltweit erste KMG Rides „Lunarix“ wird derzeit in den Niederlanden hergestellt und in Betrieb genommen. Diese aufregende neue Attraktion wird voraussichtlich noch in diesem Jahr auf dem Golden Way Amusements Midway in Australien eröffnen, und bis 2029 werden weltweit zahlreiche weitere Anlagen erwartet.

Quelle: Facebook Coaster Chit Chat

Quellen

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 09.02.2024, 10:02 Uhr auf freizeitparkcheck.de

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