Immer im November findet in Dinslaken die Martinikirmes statt. Erst lange in der Innenstadt, seit ein paar Jahren jetzt schon auf der Trabrennbahn. Mit deutlich mehr Platz, baut man deutlich mehr Kirmes. Und die Beschickung kann sich durchaus sehen lassen. Es ist immer eine gute Mischung von Fahrgeschäften vorhanden. So war es auch dieses Jahr. Es tummelten sich diverse Fahrgeschäfte auf dem Platz. Einige Stammbeschicker, aber auch Neuheiten für Dinslaken.
Mein Highlight war der Playball von Reminder. Der Huss Flipper war für mich komplett neu und deswegen musste ich auch eine Runde drehen. Der Playball war nun nach dem Steamer in Münster und dem Meeß Flipper in Soest nun der dritte Flipper in vier Wochen. DIe Fahrt war ordentlich flott und rekommandiert wurde auch gut. Allerdings bleibt er trotzdem hinter dem Meeß Flipper. Das liegt aber auch dadran, dass die Kiste von Meeß einfach nur absolute Spitzenklasse ist. Der Playball nimmt hier in meiner Rangliste einen soliden zweiten Platz ein 😆
Obwohl das Wetter durchwachsen war und erst kurz vor meiner Ankunft ein heftiger Regenschauer über den Platz zog, war der Platz ordentlich gefüllt Gefühlter Gewinner hierbei der Rocket, hier war durchgehend gut zu tun.
Jetzt bleibt dieses Jahr nur noch ein Platz übrig. Aber dazu mehr nächste Woche ☺
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 16.11.2023, 20:07 Uhr auf freizeitparkcheck.de
Die Soester Allerheiligenkirmes gehört zu den letzten großen Kirmessen des Jahres. Das heißt aber nicht, dass hier etwas von Winterpause zu spüren ist, im Gegenteil. Soest gehört immer zu meinem persönlichen Highlights im Kirmesjahr. So hat Soest nicht nur Jahr für Jahr eine ansprechende Beschickung, die vollgepackt mit Topgeschäften, sondern auch eine der schönsten Kulissen.
Soest hat eine wunderschöne Altstadt und das nutzen sie aus. Auf über 50.000qm² bietet die Kirmes alles was man sich nur wünschen kann. Tolle Fahrgeschäfte, tolle Atmosphäre, Leckereien, hier in Soest besonders den Moccalikör Bullenauge und Spaß für die kleinen.
Auch 2023 bot Soest wieder eine ganze handvoll Neuheiten für die Besucher. Excalibur, Dance Jumper, Bayern Tower, Spinning Mouse, Rock & Roll und Happy Hour waren alle neu dabei. Dazu feiert der Flipper sein Comback.
Auf gehts in die Bilder:
Es war wie immer voll in Soest.
Der Marktplatz ist immer ein toller Schauplatz. Die Fachwerkhäuser im Hintergrund sehen einfach fantastisch aus. Der Dance Jumper machte einen guten Job, aber auch er kann nicht mit dem Voodoo Jumper mithalten. Trotzdem ein tolles Geschäft.
Die Fahrt im Flipper war einfach geil. Die Kiste dreht richtig auf und die G-Kräte können echt hart werden. So fahr ich gerne Flipper.
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 13.11.2023, 14:23 Uhr auf freizeitparkcheck.de
Endlich war es wieder so weit. Ich konnte auf meine absolute Lieblingskirmes in den Niederlanden fahren. Nein, nicht Tilburg, sondern Weert!
Die Weerter Kirmes bezeichnet sich selber als „die größte und gemütlichste Familienkirmes“ der Niederlande. Dem kann ich nur zustimmen! Verteilt auf insgesamt sieben Plätzen über 1,7km Laufstrecke erwarten die Besucher rund 130 Geschäfte. Die Kirmes erstreckt sich durch die echt schöne Innenstadt von Weert. Hier sind selbst Nebenstraßen mit Girlanden und Flaggen geschmückt, auch dazu bekommt jede Straße um die Kirmes Fahnen mit ihrem Straßennamen. Verloren geht hier niemand.
Auch dieses mal waren wieder etliche Highlights dabei. Von hoch und schnell, über klassische, bis gemütlich ist alles vertreten. Was die Kermis Weert auch noch ganz besonders macht, ist, dass man sich auf die Fahne geschrieben hat eine Familienkirmes zu sein. Das wird auch sehr deutlich. Es gibt sehr viele Kinderfahrgeschäfte. Dazu gibt es den Dienstagmittag für zwei Stunden die „Prikkelarme Kermis“, was übersetzt „Reizarme Kirmes“ heißt. Hier wird keine laute Musik gespielt und das Licht, besonders Effekte wie Streoboskop etc, ausgelassen. Das ist für empfindliche Personen toll, weil sie so auch die Kirmes erleben und genießen können.
Der wichtigste Punkt allerdings sind die Preise. Denn: Weert ist bezahlbar! Die Preise für Fahrgeschäfte sind gestaffelt. So ist der Höchstpreis bei Fahrgeschäften 5€. Diese nahm aber nur der Airborne und die Bungee Kugel (hierzulande für 15€ (!) zu fahren). Der BoosterMaxx fuhr schon für 4€. Eine Fahrt mit dem SpinningCoaster gab es für 3,70€, Robotix und Projekt 1 3€, Rundfahrgeschäfte wie Break Dance und Turbo Power Polyp gab es für 2,80€. Kinderfahrgeschäfte fingen bei 1€ an. Hier kann sich jeder den Karussellspaß leisten.
Der Airborne von Ordelmann, welcher hoch über der Stadt thronte.
Ich war von circa 15:45 bis 22:30 da und die Kirmes war durchgehend gut besucht und für einen Dienstag liefen die Geschäfte allesamt super. Kein Wunder bei den Preisen.
Auch ich bin natürlich Karussell gefahren. So zum Beispiel den, in den Niederlanden, noch recht neuen Power Surge. Die Fahrt hat mir durchaus Spaß gemacht, leider war die Verarbeitung nicht wirklich gut. Es gab absolut keine Reko und eine 3 Minuten Automatikfahrt. Da ginge auch an Show deutlich mehr, denn das Geschäft lässt es sicherlich zu!
Das ganz genaue Gegenteil lieferte der Robotix, der seine Heimat ja bei uns in Deutschland hat. Hier hat Besitzer Sascha Lenzner extra einen niederländischen Rekomanndeur in die Kasse gesetzt und dieser hat die Kiste ordentlich fliegen lassen und wie man es vom Robotix gewohnt ist eine bomben Show geliefert.
Sich musikalisch den holländern angepasst und dann abgerissen. Geil!
Ein weiteres Highlight für mich ist immer der Turbo Power Polyp des niederländischen Schaustellers van Tool. Dieser sieht nicht nur fantastisch aus, wird fantastisch beterieben und liefert mit seinen ungewöhnliche Gondeln ein ganz neues Fahrgefühl, nein, er geht auch, man entschuldige meine Wortwahl, ab wie Sau. Wenn hier das Finale ausgerufen wird sehen ganz viele Break Dance alt aus.
Junge, die Kiste hat Power und fährt sich mega geil.
Der Wahnsinn in Videoform:
Dazu gibt es natürlich unzählige weitere tolle Geschäfte eine kleine Auswahl findet ihr hier:
Einen klassischen Gravitron sieht man auch nicht mehr alle Tage.
Ich muss sagen, dass ich die Kirmes in Weert einfach liebe. Hier kommt alles zusammen, was eine großartige Kirmes ausmacht. Deutsche Kirmesfans sind immer ganz wild auf Tilburg, das mag auch ganz nett sein, aber mein Tipp: fahrt 2024 nach Weert!
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 28.09.2023, 12:00 Uhr auf freizeitparkcheck.de
In knapp über 15 Jahren die ich als Kirmesfan unterwegs bin, habe ich noch nie den Pützchensmarkt in Bonn besucht. Zu weit, Beschickung nicht gut genug, keine Zeit. Nun war es aber soweit und ich habe mich ins Auto geschmissen und die 75 Min Reise angetreten. Und es hat sich gelohnt!
Die Beschickung des Pützchenmarkts 2023 war super. Es war für jeden etwas dabei. Wobei ich fande, dass es fast zu viele Fahr- und Laufgeschäfte waren. Egal, um welche Ecke man ging es kam noch ein Geschäft und noch eins und noch eins. Mitunter auch sehr nah bei einander. Da hätten es meiner Meinung nach ruhig zwei Geschäfte weniger sein können. So hatte man z.B. Airborne und Booster Maxxx da, wobei zweiterer etwas abgelegen hinten auf einer Wiese mit ein paar Markthändlern stand. Hier war auch für alle außer den Booster um 22 Uhr Feierabend, obwohl noch bis 1 Uhr geöffnet war.
Die Atmosphäre auf dem Platz und auch in den Seitenstraßen war super. Für einen Montagabend war es rappelvoll und alle Geschäfte hatten sehr gut zu tun. Hier wird sich kein Schausteller gelangweilt haben. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass alle Schausteller das maximum an Party gemacht haben. Das mag entweder an der großen Menge an Mitbewerbern liegen oder an der allgemein guten Stimmung auf dem Platz. Vielleicht auch beides.
Durch die Menge an Geschäften ergab sich natürlich eine richtig tolle Skyline, welche aus allen möglichen Perspektiven spektakulär aussah.
Diese Erfahrung teile ich jetzt auch mit euch, denn hier sind meine Bilder: (Eine ausfühliche Bilderserie mit über 60 Bildern findet ihr HIER)
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 13.09.2023, 15:44 Uhr auf freizeitparkcheck.de
Rund 170 Tage bevor sich die Karussells offiziell wieder drehen, hat Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda heute zusammen mit Vertretern des Fachbereichs Öffentliche Ordnung und des Stadtmarketings Herne im Herner Rathaus das Kirmesplakat und den musikalischen Stargast vorgestellt.
Der neue Slogan „Es werde Crange“ spiegelt einerseits den Wunsch und die enorme Vorfreude auf die Cranger Kirmes wider, andererseits drückt er eine Kraft aus, der man sich einfach nicht entziehen kann. „Crange sorgt für Schwung, lässt die Menschen aufleben, gerade in schwierigen Zeiten“, so Herne[news][/news]s Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Vorbild für die collageartige Verfremdung des Plakatmotivs war das Deckenfresco „Die Erschaffung Adams“ von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Als gängiges pop-kulturelles Zitat sei das Motiv fest im kollektiven Bildgedächtnis verankert. „Wir sind uns sicher, dass der Funke bei ganz vielen Menschen über-springt“, so Oberbürgermeister Dr. Dudda. Das größte Volksfest in NRW bietet dazu alles, was man von einer Veranstaltung dieser Größenordnung erwarten kann. „Crange besitzt ein eigenes Erfolgsrezept, das die bunte Vielfalt an Menschen ausmacht, die die Cranger Kirmes besuchen“, er-läutert Oberbürgermeister Dudda.
Der Weg zum Plakat
Motiv und Slogan für das neue Kirmesplakat hat das Herner Stadtmarketing entwickelt. „Weil die Illustration von Reif für Crange bei den Kirmesfans so sensationell gut angekommen ist, haben wir das Konzept konsequent weitergeführt“, erläutert Holger Wennrich, Geschäftsführer des Stadt-marketings Herne.
Eines der am stärksten beworbenen Volksfeste
Mehr als 30 Millionen Kontakte erreicht die Werbekampagne der Cranger Kirmes über verschiede-ne Kanäle, Brandingmaßnahmen miteingeschlossen; von der individuell bedruckten Getränkemarke bis zu 320 Großflächenplakaten verteilt über das Ruhrgebiet, Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie Radiospots und Fahrzeugwerbung auf den Bussen lokaler Verkehrsunter-nehmen. Der Beginn der Werbekampagne ist die Plakatvorstellung. Auf ihren Höhepunkt steuert sie dann im Sommer mit der Plakatierung im öffentlichen Raum zu. „Um wie im vergangenen Jahr mehr jüngere Leute zu erreichen, setzen wir wieder verstärkt auf Online-Werbung und Bewegtbilder bei TikTok“, so Wennrich.
Stargast: Michelle
Mit über 400 Millionen Streams und unzähligen Gold- und Platin-Auszeichnungen ist Michelle die Powerfrau des deutschen Schlagers. Nahbar, authentisch, erfolgreich feierte sie im Jahr 2022 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Mit „Wer Liebe lebt“ schenkte Michelle Ballade für die Ewigkeit – unvergessen ist ihr berührender Auftritt beim Grand Prix d’Eurovision 2001. „Die Gäste der Eröffnung der Cranger Kirmes dürfen sich auf einen mitreißenden Auftritt in der Cranger Festhalle freu-en“, so Oberbürgermeister Dudda.
Attraktiv für Schausteller
Von Seiten der Schausteller erhält die Cranger Kirmes weiterhin großen Zuspruch, entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Standplätzen. „Rund 1.200 Bewerbungen sind bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. November bei uns eingetroffen“ berichtet Eduard Belker, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung. Das sind mehr Bewerbungen als noch im Vorjahr (rund 1.150). „Schaustellertypische Betriebe haben sich in gewohntem Umfang beworben, bei den Verkaufsständen ist es bei einem leichten Rückgang der Bewerbungen geblieben“, so Belker. Darüber hinaus erwartet der Veranstalter bei der Restplatzvergabe noch circa 200 bis 300 weitere Bewerbungen. Die Auswahlkommission, die über die Vergabe der begehrten Standplätze entscheidet, hat die Entscheidungen bereits getroffen, die Verträge sind verschickt, die die Planung der Cranger Kirmes nimmt ihren gewohnten Lauf. Das Reservierungsportal für die Cranger Festhalle ist bereits geöffnet.
Quelle: Stadtmarketing Herne
Fotos: Stadmarketing Herne GmbH
Anelia Janeva
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 13.02.2023, 20:30 Uhr auf freizeitparkcheck.de
Erfolgreich, gut gelaunt und jünger als sonst – mit diesen Attributen belegten am Sonntag, 14. August, Veranstalter, Schausteller und Vertreter von Polizei, Feuerwehr und DRK die Cranger Kirmes
2022 und sprechen von einer „höchst erfolgreichen Kirmes auf dem Niveau von 2019“.
„Es war eine höchst erfolgreiche Cranger Kirmes“, resümiert Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla elf Tage buntes Kirmestreiben am Rhein-Herne-Kanal. Eine Kirmes voller Höhepunkte mit Ehrengästen
wie der Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und „Topstar“ Howard Carpendale zur Eröffnung im Festzelt, einem Rekordbesuch beim großen Festumzug (150.000 Schaulustige) und zum ersten Mal mit
Hochzeiten auf dem Riesenrad. „Für das nächste Jahr denkt das Standesamt aufgrund der Nachfrage über eine Ausweitung des Angebots, auf der Cranger Kirmes zu heiraten, nach“, so Dr. Burbulla.
Gute Stimmung auf dem Platz und ausgelassene Abendveranstaltungen
Nach Prognose des Veranstalters werden rund 3,9 Millionen Menschen den Weg auf den Platz gefunden haben, wenn die Kirmes am heutigen Sonntag um Mitternacht endet. Den heißten Temperaturen war es geschuldet, dass sich die Menschenmengen erst später auf den Weg nach Crange machten.
Auffällig: Das Publikum hat sich verjüngt. Deutlich weniger Besucher aus der Gruppe der über 60-Jährigen, dafür mehr Jugendliche und junge Erwachsene. Viele Kamerateams und noch mehr Blogger und Influencer sendeten Bilder des bunten Treibens auf dem Platz. Das Stadtmarketing Herne verstärkte die Arbeit in den Sozialen Medien besonders auf der Video-Plattform TikTok.
„Dankeschön für die große Geduld, die Gelassenheit, den Respekt und das Verständnis für die Einschränkungen, die ein Volksfest in dieser Größe mit sich bringt, und dass Sie auch Spaß hatten als Teil der Cranger Kirmes“, bedankte sich Dr. Burbulla im Namen des Veranstalters bei allen Anwohnern. Werner Friedhoff freute sich als Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung über rund 6.000 gebuchte Parktickets auf den bewachten Fahrrad-Parkplätzen, die in diesem Jahr auf vier erweitert wurden. „Das ist ein Auftrag an uns, weitere Parkplätze einzurichten“, so Friedhoff.
Bei den Fahrgeschäften wurde Apollo 13 besonders gut angenommen. „Nachdem es schon seit Jahren beliebt ist, hat es in diesem Jahr noch mal einen zusätzlichen Schub bekommen.“ Hoch im Kurs standen außerdem die Wilde Maus XXL und das Jupiter Riesenrad, dessen Betreiber sich sehr zufrieden zeigte und gerne wiederkommen möchte.
Abendstimmung auf der der Cranger Kirmes am Rhein-Herne-Kanal. Ca. 3,9 Mio. Gäste besuchten zwischen dem 4. und 14. August das größte Volksfest in NRW. Foto: Stadtmarketing Herne, Markus Reddig
Polizei, Feuerwehr und DRK
Polizei und Feuerwehr zogen am Sonntagmittag ebenfalls Bilanz und sprachen von einer „sehr guten Kirmes“, so Polizeihauptkommissar Roland Werfel, Leiter der Wache Wanne-Eickel und Polizeiführer auf der Cranger Kirmes: „Die Einsatzbelastung orientiert sich an der zurückliegenden Kirmes im Jahr 2019, einige Zahlen gingen zurück, wird sind nicht ausgelastet gewesen.“ Insbesondere am ersten Wochenende sei allerdings die Verkehrsbelastung sehr hoch gewesen, sodass am ersten Wochenende die Autobahnabfahrten Herne-Crange und Herne Wanne und am zweiten Wochenende die Autobahnabfahrt Herne-Crange jeweils in beide Richtungen gesperrt werden musste.
Die Feuerwehr gab bekannt, dass rund zehn Rettungsdiensteinsätze weniger als 2019 gefahren wurden. Für einen Brandeinsatz rückte die Feuerwehr am Samstag aus, der Grund: Am Rhein-Herne-Kanal wurde gegrillt. „Das neue Konzept der Wache 7 hat sich als positiv herausgestellt, sodass wir zufrieden sind“, erklärte Benjamin Grunau, Einsatzleiter bei der Feuerwehr Herne.
Das Abschluss-Feuerwerk am Sonntagabend um 22.30 Uhr soll stattfinden, denn: „Wir haben uns die Situation angeschaut, überprüft und bewertet“, so Hernes Feuerwehrchef Marco Diesing, „wir freuen uns auf ein sehr schönes Feuerwerk“. Um die Sicherzeit zu erhöhen, wurde der Abschussplatz in ein Gebiet ohne Bewuchs verlegt, das Personal der Kirmeswache tritt in doppelter Stärke an.
„Wir haben in diesem Jahr überdurchschnittlich viel zu tun“, so Thomas Jarolim, Wachleiter beim DRK. Bis zum gestrigen Abend zählte das DRK 710 Hilfeleistungen, durchschnittlich waren es sonst 500 bis 550 Einsätze. „Mehr Kreislaufschwierigkeiten durch die heißten Temperaturen führten schon früh im Nachmittagsbereich zu mehr Fahrten.“ Auffällig war, dass nur zwei verlorene Kinder beim DRK betreut wurden. Am gestrigen Abend wurde einer Einsatzkraft ins Gesicht geschlagen, „eine Sache, die nicht sein darf!“ Dem Helfer geht es gut, er wird am Sonntag auf eigenen Wunsch wieder im Einsatz sein.
Crange aus Sicht der Schausteller
Schaustellerpräsident Albert Ritter sprach von einem „Vulkanausbruch der Wiedersehensfreude auf Crange“. Auf der Cranger Kirmes hätten die Schausteller gezeigt, dass mittlerweile auch vegane
Speisen und Angebote in Bio-Qualität ins Bewusstsein getreten sind. Einzig die zu große Hitze im Nachmittagsbereich trübte das Geschäft der Kinderfahrgeschäfte.
In den Augen von Patrick Arens, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., seien „Liebe und Heimat“ Begriffe, die auf Crange unvergänglich sind, weshalb die Schausteller sich besonders auf Crange freuten. Fahrgeschäfte und klassische Kirmesspiele wie Ball- und Pfeilwerfen und die Derby-Spiele seien in diesem Jahr absolute Gewinner. „Mit dem Ergebnis können wir gerade nach zwei Jahren Pause sehr zufrieden sein“, betont Timo Lichte, Vorsitzender der Schausteller-Vereinigung Herne e.V., der eine Kirmes auf dem Niveau von 2019 erlebte. Gleichzeitig spricht er Dank aus an alle Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwerk, DRK und dem Ordnungsamt für ihren Einsatz.
Abschlussfeuerwerk
Das Abschlussfeuerwerk am heutigen Sonntag, 14. August, um 22.30 Uhr kann wie geplant steigen.
Das Feuerwerk dauert ebenso wie das Eröffnungsfeuerwerk rund eine Viertelstunde. Die Cranger Kirmes endet am Sonntag um Mitternacht.
Cranger Kirmes 2023
Die nächste Cranger Kirmes lädt vom 3. bis zum 13. August ein. Die offizielle Eröffnung ist für Freitag (4. August) geplant.
Neue NRW-Kirmesköning kommt aus Wanne-Eickel
Am letzten Kirmes-Wochenende „auf Crange“ regierte schon die neue NRW-Kirmeskönigin. Im Biergarten „Zum Ritter“ moderierte Schausteller-Chef Albert höchstpersönlich die Inthronisierung von Melina I. Sie löst Melissa I. ab, die bedingt durch die Corona-Pandemie drei Jahre auf dem Kirmesthron saß. Die neue Kirmeskönigin wurde für ein Jahr gewählt und soll mit ihren Auftritten „für Volksfeste als beliebte Kulturgüter mit einem anerkannt hohen Wirtschaftsfaktor“ werben, so der Schaustellerverband NRW. Melina I., die mit „bürgerlichem“ Namen Melina Wilmsen heißt, ist 21 Jahre jung und kommt aus dem Wanne-Eickeler Stadtteil Unser Fritz. Auf der Cranger Kirmes ist sie Stammgast, und zwar „seitdem ich laufen kann“. Einer der ersten Gratulanten nach ihrer Wahl war Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Die neue NRW-Kirmeskönigin Melina I. (2. von re.) mit ihrer Vorgängerin Luisa II., Hernes OB Dr. Frank
Dudda (re.) und Schausteller-Chef Albert Ritter. Foto: DSB
Kommentar Björn Schiffmann:
Es ist mir ein großen Anliegen mich hier unter der Abschluss Pressemeldung der Cranger Kirmes einmal rundum zu bedanken!
Der erste große Dank gilt dem gesamten Team von Freizeitparkcheck dafür, dass ich die Möglichkeit bekommen habe Teil des Teams zu sein und auch im Jahr 2022 die Cranger Kirmes aus einer anderen Perspektive, nämlich der der Presse, zu begleiten. Als geborener Herner und neu zugezogener Wanne-Eickler liegt mir die Kirmes unglaublich am Herzen und ohne Freizeitparkcheck, wäre es dieses Jahr zurück zum „normalen Besucher“ gegangen.
Natürlich gilt der zweite große Dank der Stadt Herne, dem Stadtmarketing Herne und allen beteiligten, die mich wieder mit offenen Armen empfangen. Zwischen einem Haufen von professionellen Medienschaffenden, welche mit Crange ihren Lebensunterhalt verdienen, darf ich als Fan dazwischen sitzen und tolle Eindrücke gewinnen. Das ist immer noch nicht selbstverständlich und lässt mich Jahr für Jahr strahlen!
Das zeigt aber auch, dass die Cranger Kirmes eine Kirmes für alle ist. Und die Stadt Herne und alle ihre Bürgern jeden herzlichen bei uns „zu Hause“ empfangen.
Ich gehe jetzt die letzten Stunden unserer Cranger Kirmes genießen und noch ein paar tolle Fotos für euch machen.
Ich lade jeden hier herzlich ein uns nächstes Jahr im Herzen des Ruhrgebiets besuchen zu kommen, wenn es wieder heißt „Piel op no Crange!“
„Hello Again“ tönte es aus den Boxen der Cranger Festhalle. Treffender als Stargast Howard Carpendale hätte man es nicht formulieren können.
Pünktlich um 14Uhr begrüßte Moderator Helmut Sanftenschneider 2.000 geladene Gäste in der Cranger Festhalle. Neben unzähligen Hernern, Wannern und Ruhrgebietlern, war auch nationale und sogar internationale Politprominenz vertreten. Selbst eine Delegation aus der Mongolei kam nach Herne, um die Cranger Kirmes zu feiern.
Eingeläutet wurde die Eröffnung traditionell mit dem Einzug der Traditionsfahnen der Schausteller. Zum „Steiger Lied“ präsentierten unzählige Schausteller aus allen Teilen Deutschlands und sogar Belgien stolz ihre Fahnen. Wie immer wurden die Schaustellerverbände vorgestellt von Schaustellerpräsident Albert Ritter.
Weiter im Programm ging es mit Lokalmatador Frank Lindner, welcher seine zwei Lieder „Wir leben Crange“ und „Die Sterne über Herne“ präsentierte.
Genau so aufgeregt wie Frank Lindner war auch Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Ist doch die Übung beim Fassanstich verloren gegangen.
Vor dem Anstich folgte allerdings noch eine mitnehmende Rede des Oberbürgermeisters. Mit viel guter Laune, einigen lockeren Sprüchen und dem Satz
„Bis zum 14. August schlägt das Herz der Region hier in Crange. Für elf Tage ist Crange jetzt unser Zuhause. Wir hoffen auf eine unvergessliche Kirmes, auf ein Sommermärchen an der Ruhr“ fasste er die Stimmung in der Stadt treffend zusammen.
Auch Bärbel Bas, ihres Zeichens Bundestagspräsidentin, schwor das Ruhrgebiet auf Crange ein. So sei eine solche Kirmes „nicht selbstverständlich“, sei doch ihre Heimatkirmes die Beecker Kirmes in Duisburg in diesem Jahr abgesagt worden. Ein Herz mit der Aufschrift Cranger Kiez, gab es als Erinnerung geschenkt.
Nun war es aber soweit. Dr. Frank Dudda musste sich der größten Herausforderung des Tages stellen. Dem Fassanstich.
Mit drei kräftigen Schlägen gelang dieser aber dann doch reibungslos. Die Freude und Erleichterung war ihm deutlich anzusehen.
Nun hieß es hoch die Krüge und PIEL OP NO CRANGE. Die 538. Cranger Kirmes war Eröffnet!
Einen ordentlichen Schluck Warsteiner als Belohnung gab es natürlich auch
Nun war es aber Zeit für den Mann auf den alle warteten. Schlager Legende Howard Carpendale.
Pünktlich betrat er die Bühne und „Hello Again“ eröffnete perfekt den Auftritt des Sängers. Er sagte „Ti Amo“, besang „Das schöne Mädchen von Seite 1“, lebte „Tür an Tür mit Alice“ und hatte sichtlich gute Laune: „Ich bin aus Südafrika. Als ich mich informierte, wo ich heute bin, hörte ich zuerst eine Stadt mit H, dann eine mit W. Dann entschied ich: Quatsch, ich bin auf Crange.“ Damit war er besser Informiert als seiner Zeit sein Kollege Heino, welcher mit der Ansage „Hallo Cranger Kirmes in Herne“ einige Buhrufe erntete.
Und auch die sicher nicht ernst gemeinte Bitte der Veranstalter, die Gäste nicht so lange im Festzelt zu halten, damit sie auf dem Platz Geld ausgeben, nahm er sehr locker: „Mir macht es Spaß hier, also bleibe ich noch ein bisschen.“
Sagte es und sang im Chor mit den über 2000 Gästen „Nachts, wenn alles schläft“ und verließ erst nach einer Zugabe und einer 50-minütigen Show der Extraklasse die Bühne.
Ich habe nun diverse Eröffnungsveranstaltungen auf Crange besucht, aber selten war so viel Spannung, aber auch so viel Erleichterung in der Cranger Festhalle zu spüren.
Nach zwei Jahren spürte man deutlich, das Ruhrgebiet und seine Bewohner sind REIF FÜR CRANGE:
Text und Fotos:
Björn Schiffmann
Freizeitparkcheck
Autor: Bjoeschi · erstmals veröffentlicht am 06.08.2022, 09:00 Uhr auf freizeitparkcheck.de