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DinoXperience Königswinter: Insolvenz

Nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung hat der Betreiber der DinoXperience in Königswinter Insolvenz angemeldet. Die Edutain AG aus Köln stellte Ende August einen entsprechenden Antrag beim Bonner Amtsgericht. Der Betrieb der Erlebnisausstellung soll vorerst normal weitergehen – auch der Ticketverkauf bleibt bestehen.

Die DinoXperience hatte erst Ende März 2025 im ehemaligen Sea-Life-Gebäude in Königswinter eröffnet. Nun, nach rund einem halben Jahr, steht das Unternehmen vor einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Bonner Amtsgericht hat Nada Nasser als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt. „Für die Besucherinnen und Besucher ändert sich durch das vorläufige Insolvenzverfahren nichts”, teilt Nasser schriftlich mit. Die Ausstellung bleibt geöffnet, Tickets werden weiterhin verkauft.

55 Mitarbeitende betroffen

Von der Insolvenz sind 55 Beschäftigte betroffen. Sie erhalten für einen Zeitraum von drei Monaten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit, anstelle ihrer regulären Löhne und Gehälter. Als Ursachen für die finanzielle Schieflage nennt die vorläufige Insolvenzverwalterin mehrere verzögerte oder nicht vollständig umgesetzte Projekte. Derzeit wird geprüft, ob und wie das Unternehmen weitergeführt werden kann und ob Investoren gefunden werden können. Weitere Informationen zum Insolvenzverfahren sind bei Northdata einsehbar.

Gemischte Besucherbewertungen

Die Bewertungen der DinoXperience im Netz fallen uneinheitlich aus. Kritisiert werden unter anderem das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine aus Sicht mancher Besucher wenig aufwendige Inszenierung. Andere Gäste hingegen bewerten das Angebot positiv. Auch Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling bestätigt das gemischte Echo: „Ich glaube gemischt, einige sind gern hierhin gekommen, einige hatten auch Kritik, aber grundsätzlich sind viele gekommen, um sich das anzuschauen.”

Standort mit schwieriger Vorgeschichte

Das Gebäude in Königswinter hat bereits eine wirtschaftlich belastete Vergangenheit. Das Sea Life schloss dort Ende 2022 nach rund 17 Jahren – als Gründe nannte der damalige Betreiber unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie sowie gestiegene Lohn- und Betriebskosten, wie FreizeitparkNEWS berichtete. Anschließend stand das Gebäude gut drei Jahre leer, bevor die DinoXperience es Ende März 2026 bezog.

Auch EXPLORADO Troisdorf von Insolvenz betroffen

Die Insolvenz der Edutain AG hat auch Auswirkungen auf das EXPLORADO Abenteuermuseum in Troisdorf. Das Haus war im August 2025 zunächst geschlossen worden, wie FreizeitparkNEWS berichtete, und zuletzt im Rahmen eines Soft-Launches wieder geöffnet worden. Durch das nun eingeleitete Insolvenzverfahren ist auch dieses Haus unmittelbar betroffen. Laut einem Bericht des WDR laufen die Ermittlungen zum weiteren Vorgehen.

DinoXperience Königswinter: Insolvenz

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 30.09.2026, 21:01 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Parque de Atracciones de Zaragoza: Keine Öffnung 2026

Der Parque de Atracciones de Zaragoza wird in diesem Jahr aufgrund anhaltender finanzieller Schwierigkeiten der Muttergesellschaft, die sich derzeit in einem Insolvenzverfahren befindet, nicht für die Öffentlichkeit geöffnet.
Der Park war den ganzen Frühling über für private Veranstaltungen geöffnet, doch die für diesen Monat geplante öffentliche Eröffnung wurde abgesagt, nachdem die Eigentümer keine Einigung mit einem argentinischen Betreiber über die Mitbetreuung des Parks erzielen konnten. Die Stadt Zaragoza hofft, dass rechtzeitig zur Wiedereröffnung im nächsten Jahr eine neue Betriebsstruktur gebildet werden kann, doch alle Mitarbeiter sind derzeit beurlaubt, und der Park befindet sich insgesamt in einer ungewissen Lage.

Parque de Atracciones de Zaragoza: Keine Öffnung 2026

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 15.06.2026, 21:40 Uhr auf freizeitparkcheck.de

KMG Rides: Insolvenz

Die Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. aus Neede wurde am 2. Juni 2026 vom Gericht in Gelderland für zahlungsunfähig erklärt. Was das für Betreiber bedeutet – und was noch völlig offen ist.

Es ist eine Meldung, die in der Branche nachhallt: Eine mit KMG Rides verbundene Gesellschaft ist insolvent. Das zuständige niederländische Gericht erklärte die internationale Unternehmenseinheit – firmierend als Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. – am 2. Juni 2026 offiziell für insolvent. Die Entscheidung wurde am 3. Juni im niederländischen Insolvenzregister veröffentlicht. Als Insolvenzverwalter wurde Y. Cenik bestellt.

Die Nachricht sorgt in der Schaustellerbranche für Aufmerksamkeit, denn die insolvente Gesellschaft trat auch unter dem Namen K.M.G. International auf. KMG Rides aus Neede zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Herstellern transportabler Fahrgeschäfte. Modelle wie Afterburner, Freak Out, Speed, XXL, Move-It und Inversion prägen Kirmesplätze weit über die Niederlande hinaus.

Wichtig ist die Einordnung: Nach aktuellem Stand betrifft das Insolvenzverfahren die Gesellschaft Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. Ein Detail aus dem niederländischen Insolvenzregister ist dabei aufschlussreich: Als primärer Geschäftsbereich dieser Gesellschaft sind dort Finanzdienstleistungen eingetragen – nicht Fahrgeschäftebau. Das deutet darauf hin, dass es sich bei der insolventen Einheit zumindest auch um eine Holding- oder Finanzierungsgesellschaft der Gruppe handeln könnte, nicht zwingend um den eigentlichen Produktionsbetrieb. Abschließend klären lässt sich diese Struktur derzeit jedoch nicht.

Das könnte erklären, warum weitere am Standort Neede registrierte Gesellschaften aus dem Umfeld von KMG – darunter Kroon Machinebouw Groep B.V., Kermis- en Machinebouw Gaasendam Europe B.V. sowie Cobra-Gesellschaften – nach den bislang vorliegenden Informationen nicht Gegenstand dieses Insolvenzverfahrens sind. Ob und wie die einzelnen Gesellschaften wirtschaftlich verflochten sind, lässt sich jedoch erst beurteilen, wenn der Insolvenzverwalter weitere Angaben macht.

Über die Ursachen des Verfahrens liegen derzeit keine gesicherten Informationen vor. Im Insolvenzregister sind bislang noch keine Berichte des Verwalters veröffentlicht. Damit bleibt offen, ob laufende Projekte betroffen sind, ob Vermögenswerte verkauft werden, ob es eine Fortführungslösung gibt oder welche Rolle die übrigen Gesellschaften künftig übernehmen.

Für Betreiber von KMG-Anlagen stellen sich nun vor allem drei Fragen: Was geschieht mit laufenden Liefer- oder Serviceaufträgen? Wie wird die Ersatzteilversorgung organisiert? Und wer ist künftig Ansprechpartner für technische Unterstützung, Umbauten oder Dokumentation? Klare Antworten darauf dürfte erst der erste Bericht des Insolvenzverwalters liefern.

Für bestehende Anlagen bedeutet die Insolvenz nicht automatisch eine Stilllegung. Maßgeblich bleiben weiterhin die jeweiligen Betriebsgenehmigungen, Prüfungen, Wartungsnachweise und technischen Vorgaben. Offen ist allerdings, wie sich das Verfahren auf Herstellerunterstützung, Ersatzteile und laufende Neuprojekte auswirkt.

KMG Rides präsentierte sich noch kurz zuvor als aktiver Hersteller mit laufenden Projekten und weltweiten Auslieferungen. Umso größer ist die Aufmerksamkeit, mit der die Branche nun auf die nächsten Schritte des Insolvenzverwalters blickt.

Ohio wirft seinen Schatten

In Branchenkreisen wird als möglicher Hintergrund der Insolvenz auch auf ein langjähriges Gerichtsverfahren in den USA verwiesen. Am 26. Juli 2017 brach auf der Ohio State Fair während des Betriebs ein Arm der „Fire Ball“, einer in den USA betriebenen KMG-Anlage aus der Afterburner-Familie. Der 18-jährige Tyler Jarrell starb, sieben weitere Menschen wurden verletzt, teils schwer.

In dem Verfahren gegen KMG berichteten US-Medien unter Berufung auf die Klägerseite, das Gericht habe festgestellt, dass der Hersteller bereits seit 2012 von einem Defekt gewusst, Betreiber jedoch nicht entsprechend informiert habe. Im Juli 2024 erging in New Jersey ein Urteil über insgesamt rund 78 Millionen Dollar zugunsten mehrerer Geschädigter sowie des Nachlasses von Tyler Jarrell.

Ob und in welchem Umfang dieses Urteil zur Insolvenz der Kermis- en Machinebouw Gaasendam International B.V. beigetragen hat, ist nicht bestätigt.

Wie existenziell solche US-Haftungsurteile für europäische Fahrgeschäftehersteller werden können, zeigt jedoch ein Blick auf einen ganz anderen Fall aus der Branche – kein KMG-Fahrgeschäft, ein anderer Hersteller, ein anderer Unfall: Der österreichische Hersteller Funtime wurde im Dezember 2024 von einem Gericht in Florida zu 310 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt, nachdem der 14-jährige Tyre Sampson 2022 am Orlando FreeFall zu Tode gestürzt war.

Funtime erschien nicht vor Gericht und bestreitet nach eigener Darstellung die Verantwortung sowie die rechtliche Tragfähigkeit des Urteils nach österreichischem Recht. Die Vollstreckung ist keineswegs automatisch: Da Funtime in Österreich sitzt, wollen die Anwälte der Familie das Urteil nach US-Medienberichten auch dort durchsetzen lassen. Zugleich verweisen US-Berichte darauf, dass mögliche geschäftliche Berührungspunkte mit dem US-Markt bei der Durchsetzung eine Rolle spielen könnten.

Der Vergleich zeigt: Ob ein US-Urteil einen europäischen Hersteller tatsächlich wirtschaftlich trifft, hängt wesentlich davon ab, ob und wie es vollstreckt werden kann und welche Angriffsfläche das Unternehmen in den USA bietet.

Was das im Fall KMG konkret bedeutet, wird erst der Insolvenzverwalter klären können.

KMG Rides: Insolvenz

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 05.06.2026, 11:05 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Ticiland: Endgültige Schließung noch diesen Monat

Der Freizeitpark Ticiland in Stein am Rhein im Kanton Schaffhausen ist ein Schweizer Unikat: Es ist der einzige Indoor-Freizeitpark des Landes. Und soll damit wetterunabhängig und ganzjährig zahlreiche Gäste anziehen. Tönt eigentlich nach einem soliden Geschäftsmodell, machen unvorhergesehene Witterung und schlechtes Wetter doch vielen Freizeitbetrieben zu schaffen. Aber nur knapp sechs Jahren nach der Gründung steht das Ticiland jetzt vor dem Aus, wie die «Schaffhauser Nachrichten» berichten. Am 26. April schliesst das Geschäft für immer seine Tore.

Inhaber und Schausteller Peter Hablützel (72), der den Park im Oktober 2020 ins Leben rief, sagt gegenüber der Zeitung: «Ticiland in Stein am Rhein ist Geschichte. Die Schliessung ist definitiv.» Zum Verhängnis wurden ihm die explodierenden Betriebskosten, die die Einnahmen zum Schluss bei weitem überstiegen. Allein die Kosten für Kanalisation und Wasseranschluss würden sich auf sechsstellige jährliche Beträge belaufen, so der Unternehmer. Auch die hohen Stromrechnungen von bis zu 8000 Franken pro Monat haben «den Rahmen irgendwann gesprengt».

Hoffnungen auf neue Investoren erfüllten sich nicht

Bereits im Januar wurde klar, dass der Park nur durch das Einspringen neuer Investoren oder gemeinnütziger Stiftungen gerettet werden kann. Zwar gebe es ein «Grundstock von Kerninvestoren», so Hablützel, aber eben nicht genug. 95 Prozent des benötigten Kapitals hätten gesichert werden müssen. An diesem Punkt sei man aber leider nicht.

Am 20. Mai treffen sich deshalb die Gläubiger, um bestenfalls einem sogenannten Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung zuzustimmen. Das verbleibende Vermögen – in diesem Fall die Halle und die Anlagen – sollen verwertet und zur Begleichung der Schulden verwendet werden. Einen klassischen Konkurs will Hablützel damit möglichst vermeiden.

Das Ticiland ist nicht der einzige hiesige Freizeitpark, der in finanzielle Schieflage geraten ist. Selbst der größte Player, das Conny-Land, überlebte dereinst nur dank einer Neuausrichtung.

Quellen

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 19.04.2026, 17:51 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Vortex Aquatic Structures: Insolvenz

Ein niederländischer Hersteller von Wasserrutschen und Wasserspielplätzen wurde für insolvent erklärt. Das Gericht in Den Haag hat diese Woche die Insolvenz des bekannten Unternehmens Vortex Aquatic Structures aus Zoetermeer verkündet. Vortex entwarf und realisierte Wasserattraktionen für Vergnügungsparks, Schwimmbäder und Freizeitparks.

Das Unternehmen war jahrelang unter dem Namen Watergames & More tätig. Im Jahr 2024 wurde das Unternehmen von der kanadischen Firma Vortex Aquatic Structures International übernommen. Daher wurde in den letzten Jahren der Markenname Vortex verwendet. Nun ist für den Hersteller vorläufig der Vorhang gefallen.

Pierre van Voorst von Hoens & Souren Advocaten wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Die unmittelbare Ursache für die Insolvenz ist unklar, doch kurz vor dem Konkurs geriet das Unternehmen noch einmal in die Schlagzeilen aufgrund von Problemen mit einer Wasserrutsche im Schwimmbad De Watergeus in Zoetermeer.

Dort musste die 100 Meter lange Rutsche „The Challenger“ nach mehreren Vorfällen mit Verletzten stillgelegt werden. Eine erneute Inspektion ergab, dass Nutzer höhere Geschwindigkeiten erreichen können, als wünschenswert ist. Außerdem wurden Risse im letzten Teil der Bahn entdeckt.

Die Zulassungsbescheinigung wurde entzogen. Vortex hat sich damals in den Medien nicht inhaltlich zu dieser Angelegenheit geäußert. Auch rund um die Insolvenz herrscht vorerst Stillschweigen. Über einen möglichen Neustart ist noch nichts bekannt. Der Anbieter war zuvor für Kunden wie Drievliet, Beekse Bergen, Preston Palace, Plaswijckpark und Tropical Islands tätig.

Niederländische Anbieter von Wasserattraktionen haben es in letzter Zeit schwer. Im Jahr 2023 stellte Van Egdom Recreatietechniek aufgrund einer Insolvenz den Betrieb ein, gefolgt von Pooljoy im Jahr 2024. Im selben Jahr ging iSlide in Konkurs, ein auf Rutschbahntechnologie spezialisiertes Unternehmen. Diesem Unternehmen gelang ein Neustart.

Vortex Aquatic Structures: Insolvenz

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 07.04.2026, 19:40 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Six Flags: Drohende Insolvenz???

Bei Six Flags braut sich ein Sturm zusammen, da der Freizeitparkriese mit einem Berg von Schulden, Parkschließungen und der Angst vor dem Bankrott konfrontiert ist.

Die Themenparkkette, die sich im vergangenen Jahr mit ihrem Konkurrenten Cedar Fair zusammengeschlossen hat, ist nun mit Schulden in Höhe von 500 Millionen Dollar und sinkenden Einnahmen belastet. Das Unternehmen, Muttergesellschaft von Cedar Point, Kings Island und Dutzenden anderer Freizeitparks in Nordamerika, hat bereits zwei Anlagen geschlossen und erwägt weitere Verkäufe. „Das gesamte Unternehmen muss neu gedacht werden“, sagte Dennis Speigel, Präsident von International Theme Park Services in Cincinnati, gegenüber Cleveland.com. Speigel bezeichnete den jüngsten Gewinnbericht des Unternehmens als alarmierend: ein Rückgang der Besucherzahlen um 9 %, ein Rückgang der Saisonkartenverkäufe um 8 % und ein Umsatzrückgang um 100 Millionen Dollar. „Wir haben die Nachwirkungen davon noch nicht gespürt“, warnte er und fügte hinzu, dass eine Insolvenz nicht ausgeschlossen sei.

Der Analyst James Hardiman von Citi Research stimmte zu und sagte, dass Six Flags wahrscheinlich Immobilien veräußern müsse, um sich über Wasser zu halten. „Bei der Überlegung, welche Vermögenswerte verkauft werden sollen, sollte alles auf den Tisch kommen“, sagte Hardiman, der die Branche seit Jahrzehnten beobachtet. Er merkte jedoch an, dass Flaggschiff-Parks wie Cedar Point bei einer Liquidation wahrscheinlich verschont bleiben würden. Six Flags hat bereits mit dem ersten Verkauf begonnen.

Anfang dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es Six Flags America in Maryland schließen werde, was nächsten Monat geschehen soll. Außerdem verkauft es Grundstücke in der Nähe von Kings Dominion in Virginia und wird 2027 California’s Great America in der Nähe von San Francisco schließen.

„Wenn ich das Unternehmen leiten würde, würde ich 10 bis 12 Parks behalten, die Schulden abbezahlen und neu anfangen“, sagte Speigel. „Es würde mich nicht überraschen, wenn das Unternehmen kurz vor der Insolvenz stünde, um diese Schulden aus den Büchern zu bekommen.“ Gary Rhodes, Sprecher von Six Flags, betonte, dass sich das Unternehmen durch die Veräußerung von Nicht-Kerngeschäften und die Ausweitung des Geschäfts noch erholen könne. Sowohl Speigel als auch Hardiman sagten jedoch, dass die Probleme schon lange vor dem Zusammenbruch der Bilanz begonnen hätten.

Six Flags schloss im Juli 2024 seine Fusion mit Cedar Fair ab, die als Blockbuster-Deal zwischen zwei der größten regionalen Freizeitparkbetreiber des Landes angepriesen wurde. Weniger als ein Jahr später, im Mai 2025, sagten Führungskräfte den Investoren, sie könnten mit einer starken Sommersaison rechnen, in der die Besucherzahlen um bis zu 6 % steigen würden. Stattdessen brachen die Besucherzahlen um 9 % ein. „Das ist der größte Fehlschlag, den ich je in der Themenparkbranche im Vergleich zu den Erwartungen gesehen habe“, sagte Hardiman. Die Folgen haben bereits zwei Anwaltskanzleien dazu veranlasst, Kunden für eine mögliche Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs zu werben. Die Turbulenzen in der Führungsspitze haben das Chaos noch verstärkt. Am selben Tag, an dem der Gewinnbericht veröffentlicht wurde, gab CEO Richard Zimmerman bekannt, dass er zum Jahresende zurücktreten werde. Zimmerman hatte Cedar Fair vor der Fusion jahrelang geleitet, aber Insider glauben, dass der Vorstand von Six Flags ihn zum Rücktritt gezwungen hat. Unterdessen bleibt der Vorsitzende Selim Bassoul, der einst Six Flags leitete, weiterhin im Amt, obwohl er eine weitere Position bei einem kanadischen Anbieter von Fertiggerichten übernommen hat. Hardiman bezeichnete Zimmermans Rücktritt als „seltsam“, insbesondere mitten in der Saison, als die Besucherzahlen wieder leicht anzusteigen begannen. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Besucherzahlen im Juli im Vergleich zum Sommeranfang um 4 % gestiegen seien. Carissa Baker von der University of Central Florida sagte, dass alle Fusionen mit Anlaufschwierigkeiten verbunden seien, aber der so frühe Verlust von Zimmerman sei „enttäuschend”. Das Unternehmen machte das schlechte Wetter dafür verantwortlich, da 20 % der Betriebstage gestört und insgesamt 49 Tage aufgrund extremer Wetterbedingungen verloren gingen. Speigel wies jedoch das Wetter als bequeme Ausrede zurück und erklärte, das eigentliche Problem sei eine Überschätzung der Nachfrage nach Multi-Park-Pässen gewesen. Anfang dieses Jahres entließ Six Flags 27 Parkleiter und baute 10 % seiner ganzjährigen Belegschaft ab, darunter etwa 40 Arbeitsplätze in Cedar Point.

In einem umstrittenen Schritt wird das Unternehmen in diesem Herbst auch zusätzliche Gebühren für die Spukhäuser bei Halloween-Veranstaltungen erheben, was treue Passinhaber verärgert hat. Die Aktienkurse spiegeln den Rückgang wider und fielen letzte Woche auf 23,84 US-Dollar, weniger als die Hälfte ihres Wertes vor der Fusion.

Quellen

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 03.09.2025, 15:10 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Gröna Lund vor drohender Insolvenz

In Schweden mussten Freizeitparks 2020 das komplette Jahr geschlossen bleiben. Das könnte jetzt einem ersten Park das Genick brechen – dem 138 Jahre alten Gröna Lund. Noch ist wohl nicht klar, ob die Parks nächstes Jahr wieder öffnen dürfen, falls nicht, droht nächstes Jahr die Insolvenz des traditionsreichen Parks.

„Es ist eine Katastrophe, wenn ein 138 Jahre altes Unternehmen aufgrund von übermäßigem Eingriff der Regierung schließen muss“, sagte Magnus Widell, Geschäftsführer von Gröna Lund gegenüber der Zeitung Dagens Nyheter.

Als bekannt wurde, dass der Park nicht öffnen durfte, wurden außerdem schon 1.000 Saisonmitarbeiter entlassen, im Laufe des Jahres dann auch noch 40% der Festangestellten.

Autor: lila Schnitzel · erstmals veröffentlicht am 24.11.2020, 04:24 Uhr auf freizeitparkcheck.de

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