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Bristol Zoo Project: African Forest

Im Bristol Zoo Project, dem Tierpark im Südwesten Englands, der seit 2024 unter diesem Namen firmiert und zuvor als „Wild Place Project“ bekannt war, eröffnete vor kurzem ein neues Habitat: der „African Forest“. Das Projekt, das der South Gloucestershire Council vor zwei Jahren genehmigte, bildet den Auftakt zur ersten Entwicklungsphase eines neuen Masterplans. Dieser setzt vor allem auf landschaftsgestalterische Aspekte, um möglichst artgerechte, naturnahe Lebensräume für die Zootiere zu schaffen.

In einer aufwendigen Aktion siedelte der Zoo eine Gruppe von acht Gorillas von ihrem früheren Standort im Bristol Zoo Gardens in Clifton in den Tierpark um. Der Zoo in Clifton ist bereits seit einigen Jahren geschlossen. Kurz nach der Umsiedlung musste ein Silberrücken – mit 42 Jahren einer der wohl ältesten seiner Art in Großbritannien – eingeschläfert werden. Das neue Gorilla-Gehege ist seit dem 1. April offiziell für Besucher eröffnet. Viereinhalb Mal mehr Platz haben die Tiere dort nun im Vergleich zu ihrem vorherigen Gehege.

Neben den Westlichen Flachlandgorillas, die Teil eines internationalen Zuchtprogramms sind, können Besucher in einer Umgebung, die die Waldlandschaft Äquatorialguineas nachbildet, weitere bedrohte Tierarten beobachten. Dazu gehören das westafrikanische Panzerkrokodil, Halsbandmangaben, mehrere Arten afrikanischer Süßwasserfische sowie Graupapageien.

An der Umsetzung des Projekts waren mehrere lokale Unternehmen beteiligt. Während das Landschaftsarchitekturbüro Grant Associates für die Masterplanung des neuen Gorilla-Areals verantwortlich zeichnete, stammt der Entwurf für das „Gorilla House“ von dem Architekturbüro Feilden Clegg Bradley Studios (FCBS). Auch das Bauingenieurbüro Momentum Structural Engineers und das Bauunternehmen Beard waren an dem African Forest-Projekt beteiligt. Im Inneren des Gorillahauses steht den Tieren eine große Kletteranlage aus Eichenholz zur Verfügung, auf der sie klettern, spielen und sich ausruhen können.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 22.04.2026, 17:54 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Zoo Zürich: Ndoki Garten

Mit dem sogenannten „Ndoki Garten“ startet der Zoo Zürich ab 2026 in die nächste Phase seines langfristig angelegten Entwicklungsplans. Das temporäre Bauprojekt, das im Bereich der bisherigen „Mongolischen Steppe“ im oberen Zooteil realisiert werden soll, dient der Vorbereitung auf den künftigen Lebensraum „Ndoki Wald“, in dem neben Gorillas auch weitere gefährdete Tierarten Zentralafrikas untergebracht werden sollen.

Zentrales Element des rund 1.200 Quadratmeter großen und bis zu 15 Meter hohen, beheizten Ndoki Garten-Gebäudes werden tropische Bäume sein, die später den Innenbereich des zukünftigen Gorilla-Habitats prägen sollen. Diese sogenannten „Baumriesen“ sollen in der Übergangsanlage weiterwachsen, nachdem sie zuvor für den Transport in den Zoo zurückgeschnitten werden müssen. So wolle man sicherstellen, dass die Gehölze bei der Eröffnung des Ndoki Waldes ausreichend groß und robust seien, um den physischen Anforderungen der Gorillas als natürliche Klettermöglichkeiten gerecht zu werden.

Neben der botanischen Komponente sei die Anlage auch für die Unterbringung verschiedener afrikanischer Vogelarten vorgesehen. In diesem Rahmen sollen erste Erfahrungen in der vergesellschafteten Haltung dieser Arten gesammelt werden, bevor sie perspektivisch gemeinsam mit Gorillas und weiteren gefährdeten Tierarten Zentralafrikas in den neuen Lebensraum integriert werden.

Im Zuge des Vorhabens werde die bisherige Präsentation domestizierter Tierarten wie Hausyak und Kaschmirziege im Bereich der Mongolischen Steppe aufgegeben – ein Schritt, der laut Zoo der strategischen Fokussierung auf bedrohte Wildtiere entspricht. Langfristig ist für denselben Zoobereich die Entwicklung eines Themenareals „Meeresküste“ vorgesehen, das Teil des sogenannten „Entwicklungsplans 2050“ ist.

Zoo Zürich: Ndoki Garten

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 26.06.2025, 13:01 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Zoo Zürich: Neuer Lebensraum für Gorillas

In den kommenden Jahren soll ein neuer Lebensraum für die Gorillas im Zoo Zürich geschaffen werden. Im unteren Zooteil, zwischen Lewa Savanne und Masoala Regewald, soll der „Ndoki Wald“, der dem natürlichen Lebensraum der Gorillas im Nouabalé-Ndoki-Nationalpark in der Republik Kongo nachempfunden ist, entstehen. Dieser soll mit rund 29.000 Quadratmetern nicht nur Platz für die Gorillas, sondern auch weitere Tierarten wie Drills, Okapis und Zwergflusspferde bieten. Der Ndoki Wald wird in verschiedene Bereiche aufgeteilt sein, sodass die Tiere wie in der Natur in unterschiedlichen Zeitabständen und in wechselnden Gemeinschaftshaltungen von einem Bereich in den nächsten ziehen können. Das soll immer wieder neue Reize bieten und die Tiere herausfordern im Alltag neue Lösungen zu entwickeln. Das Zentrum des neuen Lebensraumes wird eine offene, sumpfige Lichtung umgeben von einem dichten Wald mit bis zu 25 Meter hohen Baumriesen. Die Planung für den Ndoki Wald stammt von dem Architekturbüro Zooplanung Schneider Klein.

„Der Ndoki Wald wird ein einzigartiger Lebensraum, der neue Standards in der Haltung von Menschenaffen setzen wird und ein weiterer wichtiger Meilenstein hin zum Zoo der Zukunft ist. Als Zoo Zürich ist es uns ein Anliegen, mit innovativen Projekten voranzuschreiten und den Tieren in unserer Obhut optimale Bedingungen zu bieten. Der Ndoki Wald wird diesen Anspruch erfüllen und zeitgleich alle vier Hauptaufgaben eines wissenschaftlich geführten Zoos auf sich vereinen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Arten im Sinne des One Plan Approach der Weltnaturschutzunion IUCN“, erklärt Zoodirektor Severin Dressen.

Der Baustart für den neuen Lebensraum ist für 2028 geplant – die Eröffnung ist für 2031 vorgesehen.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 13.03.2025, 17:25 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Zoo Leipzig: Gorilla Trek (VR)

Am Tor zur Menschenaffenanlage „Pongoland“ im Zoo Leipzig können Besucher seit kurzem Berggorillas besonders nah kommen – möglich wird dies durch das neue Virtual Reality-Erlebnisangebot „Gorilla Trek“, das die Gäste in den Regenwald Ruandas hineinversetzt. In der virtuellen Welt kann eine Gorilla-Familie in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet und den Erklärungen der Primatologin Dr. Tara Stoinski, Präsidentin und wissenschaftliche Leiterin des Dian Fossey Gorilla Fund International, gelauscht werden. Im Anschluss an das VR-Erlebnis führt der Besucherweg weiter in die Pongoland-Anlage, wo alle vier Menschenaffenarten der Welt unter einem Dach vereint leben.

Der Leipziger Zoodirektor Prof. Jörg Junhold erklärt: „Wir verstehen uns als Brücke zwischen der urbanen Welt und den natürlichen Lebensräumen faszinierender, aber stark bedrohter Tierarten. Einmal die Gorillas in Ruanda erleben ist der Traum vieler Naturfans, aber nur die wenigsten können das wirklich erleben. Mit unserem neuen Virtual Reality-Angebot möchten wir unseren Gästen diese faszinierenden Begegnungen mit den vom Aussterben bedrohten Berggorillas direkt hier virtuell ermöglichen. Wer dem Silberrücken in die Augen schaut und den Jungtieren gefühlt Hilfe beim Klettern geben möchte, der wird niemals vergessen, warum diese fragile Umwelt und ihre Lebewesen so schützenswert sind.“

Umgesetzt wurde das Virtual Reality-Erlebnis von dem US-amerikanischen Unternehmen Immotion, das mit der Dian Fossey Gorilla-Stiftung kooperiert und diese bei ihrer Arbeit für den Erhalt der Berggorillas unterstützen möchte. Ziel des Unternehmens sei es, durch VR-Filme Wissen zu vermitteln, zu unterhalten und die Besucher durch die Einzigartigkeit der Natur zu inspirieren. „Mit dieser Philosophie sind wir deckungsgleich. Als Zoo im 21. Jahrhundert stellen wir uns vielen gesellschaftlichen Aufgaben im Bereich der Bildung und des Zusammenlebens von Generationen ebenso wie im Natur- und Artenschutz. Mit dem neuen Angebot möchten wir eine weitere Perspektive bieten, mehr über den Schutz bedrohter Tierarten zu erfahren“, schließt Junhold.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 10.07.2024, 11:48 Uhr auf freizeitparkcheck.de

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