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Burgers‘ Zoo: Seegras-Aquarium

Der Königliche Burgers’ Zoo in Arnheim entwickelt das weltweit größte Seegras-Aquarium mit einem Volumen von über 50.000 Litern. Das Projekt wird wissenschaftlich von den Universitäten Wageningen und Groningen sowie dem niederländischen Meeresforschungsinstitut NIOZ begleitet und soll sowohl zoopädagogische als auch wissenschaftliche Erkenntnisse zur Renaturierung von Seegraswiesen liefern.

Ein drittes aquatisches Ökosystem für Burgers’ Ocean

Seit Jahren präsentiert der Burgers’ Zoo in seinem Bereich „Burgers’ Ocean” bedeutende Meeresökosysteme: ein großes indonesisches Korallenriff und einen belizischen Mangrovenwald. Mit einer indonesischen Seegraswiese kommt nun ein dritter aquatischer Lebensraum hinzu. Das neue Großaquarium soll Besuchern veranschaulichen, wie dieses in der Natur oft übersehene Ökosystem tatsächlich aussieht und welche Rolle es im marinen Gefüge spielt.

Seegraswiesen gelten als essenzielles Bindeglied zwischen Mangrovenwäldern und tropischen Korallenriffen. Sie bieten heranwachsenden Fischen einen geeigneten Lebensraum, fungieren als natürliche Filter, halten Schmutzpartikel zurück und speichern beträchtliche Mengen an Stickstoff und Kohlendioxid. Darüber hinaus bilden sie ein feines Bodensediment, das als Grundlage für die Entstehung von Mangrovenwäldern dienen kann.

Technische und biologische Herausforderungen

Die Kultivierung von Seegras in einem Aquarium zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben, vor denen der Arnheimer Tierpark bisher stand. Das Team von Burgers’ Ocean arbeitet bereits seit einigen Jahren hinter den Kulissen daran, die nötigen Bedingungen zu schaffen. Ein solches Meeresökosystem stellt hohe Anforderungen an Faktoren wie Lichtmenge, Wasserqualität und -bewegung, Bodenbeschaffenheit sowie das biologische und chemische Gleichgewicht.

Eine Seegraswiese beginnt mit wenigen Halmen und benötigt Zeit, um sich zu entwickeln. Gleichzeitig bereitet sich das Team bereits auf künftige Herausforderungen vor: Würde das Seegras unter optimalen Bedingungen stark wachsen, könnten abgestorbene Pflanzenteile Filter und Leitungen verstopfen. Da wachsendes Seegras kontinuierlich Blätter abstößt, herrscht in einer gut gedeihenden Wiese gewissermaßen dauerhafter Herbst – ein Umstand, der technische Lösungen erfordert.

Wissenschaftlicher Beitrag zur weltweiten Renaturierung

Seegraswiesen stehen weltweit unter erheblichem Druck. Klimawandel, Umweltverschmutzung, zerstörerische Fischereipraktiken, das Absterben von Korallenriffen und küstennahe Baumaßnahmen tragen zu ihrem Rückgang bei. In vielen Teilen der Welt werden bereits erhebliche Ressourcen in Renaturierungsprojekte investiert.

Der Burgers’ Zoo unternimmt nun den Versuch, eine Seegraswiese quasi aus dem Nichts aufzubauen und deren Entwicklung wissenschaftlich zu dokumentieren. In Kooperation mit der Wageningen Universiteit, dem NIOZ und der Rijksuniversiteit Groningen sollen die gewonnenen Erkenntnisse sowohl der Zoobildung als auch der internationalen Forschung zur Wiederherstellung dieser bedrohten Lebensräume zugutekommen.

Burgers' Zoo: Seegras-Aquarium

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 14.08.2026, 17:31 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Burgers‘ Zoo: De Desert

Der Burgers‘ Zoo hat am 09. Juli den überdachten Wüstenbereich „De Desert“ offiziell wiedereröffnet. Nach monatelangen Umbauarbeiten verfügt der überdachte Wüstenbereich nun über neue Tiergehege, einen neuen Rundgang und einen neuen Haupteingang. Die ersten neuen Tierarten sind bereits eingetroffen.

Die offizielle Eröffnungszeremonie bestand darin, eine Gopher-Schildkröte in das neue Freiluftgehege auszusetzen. Chefpfleger Christiaan Luttenberg ließ das Tier im gemischten Reptiliengehege frei, in dem in nächster Zeit mehrere Arten zusammenleben werden.

Die neuen Tiere werden nicht alle auf einmal eingeführt. Der Arnheimer Tierpark hat sich dafür entschieden, die neuen Arten in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Vor allem im Gehege mit offenem Dach erhalten verschiedene Reptilien Zeit, sich einzuleben.

Restaurant

Der umfassende Umbau begann im November letzten Jahres. Dabei verschwanden unter anderem das ehemalige „Desert Restaurant“ und der alte Eingang. Stattdessen entstand ein neuer Haupteingang neben dem Elefantengehege, sodass Besucher den Wüstenbereich leichter erreichen können. Außerdem wurde ein zusätzlicher Spazierweg angelegt.

„De Desert“ – die größte überdachte Felswüste der Welt – ist eine nachgebildete Version der Sonora- und Mojave-Wüsten im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Norden Mexikos. In diesem Gebiet leben nordamerikanische Tierarten inmitten von Wüstenpflanzen wie Agaven, Yuccas, Opuntien und Saguaro-Kakteen.

Burgers' Zoo: De Desert

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 09.07.2026, 19:28 Uhr auf freizeitparkcheck.de

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