FPA Radio
Soundtracks, News & Reportagen aus den Freizeitparks
Zum Sender (öffnet in neuem Tab)

Tivoli Gardens: Hikari

Im historischen Vergnügungspark Tivoli in Kopenhagen, der international auch als Tivoli Gardens bekannt ist, nimmt das größte Themenbauprojekt in der Geschichte des Parks Gestalt an: bereits im August dieses Jahres soll ein Japan-Bereich eröffnen.

Das bislang als „Asienbereich“ bekannte Areal hat in den letzten zwei Jahren eine umfassende Umgestaltung erfahren. Künftig wird der Bereich den Namen „Hikari“ (Dt. „Licht“) tragen und die Besucher in eine Straßenatmosphäre mit japanisch inspirierter Architektur, Szenografie, Street Food und originaler japanischer Kunst sowie zwei neuen Attraktionen einladen. Das neue Areal umfasst eine Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern und wird mit einer Investitionssumme in dreistelliger Millionenhöhe in dänischen Kronen beziffert.

Der neue Japan-Bereich sei nicht als nostalgische Rekonstruktion gedacht, sondern als moderne Interpretation Japans, inspiriert von seiner Architektur und Landschaft und interpretiert durch die eigene Perspektive des Tivoli-Parks. Zu den Highlights werden zwei neue Attraktionen zählen: das für Familien konzipierte Funhouse „Hotel Hikari” und der Adrenalin-Ride „Tyfonens Øje” (Dt.: „Das Auge des Taifuns“), eine Zero Gravity-Anlage von SBF-Visa. Bei letzterer Attraktion, die hier zum ersten Mal in einem skandinavischen Park umgesetzt wird, werden Gäste in einer Zentrifuge stehend durch starke Rotationskräfte mit hoher G-Kraft-Belastung an eine kreisrunde Rückwand gepresst. Das Funhouse, das als Hotel gestaltet ist und Besucher auf eine Reise durch Zimmer voller Überraschungen und Hindernisse schickt, stammt vom ebenfalls italienischen Anbieter Gosetto.

Zusätzlich zu den zwei neuen Attraktionen wird die bestehende Achterbahn „Dæmonen” – ein 2004 eröffneter Floorless Coaster vom Schweizer Hersteller B&M – in das neue Japan-Areal integriert sein. Laut Park wurden umfangreiche szenografische Veränderungen an der Bahn vorgenommen, sodass sie sich in das neue Japan-Thema einfügt. Neben den mechanischen Attraktionen wird ein weiterer Angebotsschwerpunkt im neuen Areal auf japanischer Kulinarik liegen: insgesamt fünf Streetfood-Lokale werden für das leibliche Wohl sorgen und sowohl Speisen zum Mitnehmen als auch zum Verzehr in überdachten Essbereichen anbieten. Darüber hinaus dürfen Gäste sich auf authentische japanische Artefakte wie Türen, Fenster und Vintage-Artikel freuen, ebenso wie auf ein Werk des japanischen Künstlers Takashi Murakami, das im neuen Bereich ausgestellt wird. Weitere Straßenkunstwerke und Ausstattungselemente sollen das Japan-Flair im Tivoli komplettieren.

Susanne Mørch Koch, Geschäftsführerin des Tivoli, kommentiert: „Die soliden finanziellen Ergebnisse des Tivoli in den letzten Jahren haben es uns ermöglicht, noch ehrgeiziger in die Entwicklung des Vergnügungsparks zu investieren. Deshalb haben wir uns darauf gefreut, den Vorhang für einen äußerst visionären Bereich im Tivoli zu lüften. Mit diesem Bereich zeigen wir, dass sich das Tivoli weiterhin erneuern, seine Besucher überraschen und ihnen neue Erlebnisse bieten kann“ – und das, ohne dabei den historischen Charme des 1843 von Georg Carstensen gegründeten Vergnügungsparks im Herzen Kopenhagens zu verlieren. In der zurückliegenden Saison 2025 begrüßte Tivoli rund 4,3 Millionen Besucher.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 19.06.2026, 10:55 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Wiegand: 2 neue CoasterKart-Strecken in Asien

In Asien wurden kürzlich zwei neue CoasterKarts des deutschen Herstellers Wiegand eröffnet. Eine Installation erfolgte erstmalig in China, bei der es sich mit einer Länge von über 2.000 Metern gleichzeitig um die bislang längste Ausführung dieses im Jahr 2020 vorgestellten Attraktionstyps handelt. Ein weiteres CoasterKart mit einer Streckenlänge von einem Kilometer ist seit Kurzem im Außenbereich des Jangsaengpo Whale Museums in Südkorea in Betrieb.

Das erste CoasterKart in China befindet sich in Xuzhou, einer Stadt im Norden der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Die elektrisch betriebene Anlage wurde entlang eines Berghangs realisiert, auf dem sich ein Aussichtspunkt befindet. Somit fungiert das CoasterKart zusätzlich zum Erlebnisangebot gleichzeitig als Personenbeförderungssystem, mit dem Gäste von einer Seepromenade am Fuße des Bergs zum Aussichtspunkt hinauf und wieder zurück fahren können. Die Installationsfläche auf dem dicht bewaldeten Berg war begrenzt, sodass rund 80 Prozent der Fahrstrecke zweistöckig umgesetzt wurden. Insgesamt 40 Fahrzeuge, die jeweils Platz für zwei Personen nebeneinander bieten, kommen zum Einsatz. Begegnungsfahrten sowie Parallelabschnitte der oberen und unteren Ebene erzeugen ein Fahrerlebnis, das Gäste zu Wiederholungsfahrten animieren soll. Neben dem interaktiven Fahrspaß, bei dem Passagiere die Geschwindigkeit ihres CoasterKarts selbst kontrollieren können – die Maximalgeschwindigkeit beträgt je nach Streckenabschnitt bis zu 40 km/h – bietet die Attraktion Panorama-Aussichten auf die Skyline der Stadt. Auftraggeber für das Projekt war die Xuzhou Yunlong Lake Tourism Management Co. Ltd..

In Südkorea verfügt nun auch das Jangsaengpo Whale Museum in Ulsan über eine CoasterKart-Attraktion. Dort stehen den Besuchern zehn Meeressäuger-thematisierte Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen sie die insgesamt 1.040 Meter lange Strecke entlangsausen und dabei lebensgroße Wal-Exponate bestaunen können. Weitere CoasterKart-Projekte seien sowohl in Südkorea als auch in China bereits in Planung, wie Hersteller Wiegand angibt.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 17.06.2026, 22:24 Uhr auf freizeitparkcheck.de

BCF Shop Theme By aThemeArt.
NACH OBEN