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Wilhelma Stuttgart: Neue Elefantenwelt

In der Wilhelma in Stuttgart entsteht eine neue Elefantenwelt. Der Spatenstich für die Anlage erfolgte kürzlich im Beisein der Parkleitung und politischer Vertreter. Der Neubau wird am zweiten Haupteingang (Pragstraße) des zoologisch-botanischen Gartens angesiedelt sein, und soll sowohl im Hinblick auf artgerechte Tierhaltung als auch auf das Besucherangebot neue Maßstäbe setzen.

Auf rund 5.400 Quadratmetern Nutzfläche im Inneren der Elefantenwelt und 14.500 Quadratmetern Außenfläche finden künftig bis zu 15 erwachsene Asiatische Elefanten Platz. Mehrere Wasserbecken und Begrünung sollen ein naturnahes Umfeld für die Tiere schaffen. Gäste werden die Tiere aus verschiedenen Perspektiven heraus beobachten können, u.a. auch von einem in die Halle integrierten Restaurant mit Panoramafenster. Die gesamte Anlage wird barrierefrei konzipiert sein und überwiegend aus Stahlbeton und Holz gebaut. Für eine effiziente Energieversorgung ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach vorgesehen, der Trinkwasserverbrauch soll durch ein nachhaltiges Regenwasser-Management reduziert werden. Zudem soll die Abwärme eines Verkehrstunnels (Rosensteintunnel) in das Wärmekonzept für das neue Gebäude integriert werden.

„In der Natur gilt der Asiatische Elefant als stark gefährdet. Reservepopulationen in Zoos werden daher in Zukunft eine immer stärkere Rolle beim Erhalt der Art spielen. Dafür ist die Nachzucht in funktionierenden Sozialgruppen notwendig. In der Natur gehen Elefantenkühe mit ihren Nachkommen, Junggesellengruppen und ältere Bullen oft getrennte Wege – zeitweise schließen sie sich aber auch wieder zu größeren Gruppen zusammen. Genau das wird auch in unserer Elefantenwelt als hochmoderne, so genannte ‚Fission-Fusion‘-Anlage gewährleistet sein. […]“, erklärte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zum Großprojekt.

Der Finanzminister des Landes Baden-Württemberg Dr. Danyal Bayaz äußerte: „Der Elefant ist das Wappentier und eines der beliebtesten Tiere der Wilhelma. Der Neubau wird ein weiteres Besuchshighlight. Es zeigt auch, dass sich die Wilhelma ständig weiterentwickelt, damit die Tiere hier so artgerecht wie möglich leben können. Die neue Elefantenwelt wird dabei Maßstäbe setzen.“

Das Land Baden-Württemberg, Betreiber der Wilhelma, investiert rund 68,5 Mio. Euro in das Neubau-Projekt. Davon werden 15 Mio. Euro durch den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma Stuttgart – Bad Cannstatt e.V. getragen. Zuständig für das Projekt ist der Landesbetrieb Vermögen und Bau Stuttgart. Die Elefantenwelt soll Anfang 2030 fertiggestellt werden.

Wilhelma Stuttgart: Neue Elefantenwelt

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 10.04.2026, 11:30 Uhr auf freizeitparkcheck.de

Parc du chocolat Callier: Neuer Park

Die Planungen für den Parc du chocolat Cailler in der Schweizer Gemeinde Broc werden konkretisiert: Vier Jahre nach dem offiziellen Projektstart sind die ausgearbeiteten Unterlagen nun für die öffentliche Auslegung bereit. Der Park rund um die Traditionsmarke Cailler, die als älteste Chocolaterie der Schweiz gilt, wird ein umfassendes Edutainment-Angebot bieten und soll zunächst 800.000 Besucher pro Jahr, langfristig bis zu einer Million Besucher jährlich begrüßen.

Der Park wird direkt mit dem Zug erreichbar sein und zusätzlich über eine Seilbahn mit dem außerhalb liegenden Ortsteil Liaubon verbunden werden. Dort sind eine Tiefgarage sowie ein Hotelangebot vorgesehen, um längere Aufenthalte zu fördern. Die Gesamtinvestitionen für die Umsetzung des Projektes werden mit 400 Mio. Franken (etwa 433 Mio. Euro) beziffert. Inhaltlich sieht das Konzept einen kombinierten Erlebnisrundgang vor, der Workshops, Verkostungen und Einblicke in die Geschichte der Schokoladenproduktion miteinander verbindet. Geplant sind unter anderem ein Kakaogewächshaus, ein Flying Theater sowie Veranstaltungsflächen im Außenbereich.

Das Projekt sieht zudem den Abriss des Gebäudes vor, in dem sich bislang der Eingang, Museumsshop und das Café befunden haben, um den Blick auf die symbolträchtige Fabrikfassade der Maison Cailler im Stil der Neorenaissance wieder freizugeben. Es soll durch ein Gebäude mit geringerem Volumen ersetzt werden und von der historischen Fassade weiter entfernt sein. Der Rundgang durch den Parc du chocolat Cailler soll im neuen Gebäude mit Workshops, die von Meister-Chocolatiers geleitet werden, beginnen.

Nach einer Tour durch die ursprünglichen Gebäude aus dem Jahr 1898 werden Besucher den Jaunbach überqueren. Auf der anderen Seite des Bachs werden die alten, denkmalgeschützten, aber aktuell stillgelegten Werkstätten der Fabrik vollständig restauriert und führen die Besucher auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte der Schokoladenproduktion im Wandel der Epochen und Gesellschaften, von den Azteken bis heute. Am Ende dieser Zeitreise können Besucher in einem rekonstruierten Gebäudeflügel eine historische Schokoladenproduktionslinie in Betrieb beobachten.

Ein weiterer Höhepunkt des Rundgangs ist der landschaftlich und funktional gestaltete Bereich zwischen den ehemaligen Werkstätten und dem Wasserkraftwerk von Broc. Ein Gewächshaus in Form von Kakaobohnen soll dem Erlebnis eine pädagogische, erlebnisorientierte und botanische Komponente verleihen. Das Kakaogewächshaus nimmt die Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durch den Anbau von Kakaobäumen und die Herstellung von Milch aus dem Greyerzerland, den Hauptzutaten der Schokolade der Marke Cailler.

Von dort aus überqueren die Besucher erneut den Jaunbach, bevor sie eine Galerie betreten, die sie in die Welt der industriellen Schokoladenproduktion führt und ihnen die verschiedenen Schritte des Herstellungsprozesses von der Kakaobohne bis zum fertigen Produkt erklärt. Diese Galerie wird entlang der Fassaden der Fabrik verlaufen und den Besuchern einen direkten Blick in die heute genutzten Produktionshallen bieten. Sie führt gleichzeitig zum Abschluss des Rundgangs: dem „Emporium du chocolat“, wo Produkte der Marke Cailler verkostet werden können.

Im Außenbereich wird die „Esplanade Cailler“ verschiedene öffentliche Flächen bieten, die punktuell für Veranstaltungen genutzt werden können. Im Untergeschoss der Esplanade sind Gewerbeflächen und eine Fahrradstation mit 400 Plätzen geplant. Abschließend werden die stillgelegten Fabrikgebäude gegenüber dem Bahnhof einem Projekt weichen, das die Seilbahnstation, den Ticketschalter für den Park und ein Flying Theater umfasst, das einen Rundflug über eine Auswahl der schönsten Schweizer Landschaften bieten soll.

Die Gesellschaft Jogne Invest wird den Parc du chocolat Cailler, die Tiefgarage, den Parkplatz für Reisebusse sowie die Seilbahn finanzieren, bauen und betreiben. Für den Hotelbereich werden derzeit mehrere Szenarien geprüft, darunter auch die Zusammenarbeit mit Hotelgruppen. Vorbehaltlich der Genehmigungserteilung und des Baufortschritts zielen die Investoren auf die Eröffnung einer ersten Bauetappe im Laufe des Jahres 2030 ab.

Autor: Mukkel · erstmals veröffentlicht am 10.04.2026, 11:24 Uhr auf freizeitparkcheck.de

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